Schmerz & PalliativZentrum Fulda

Aktuelle Presse

SWR Fernsehen vom 26.3.2009 | 22.00 Uhr |

Spiel auf Zeit   www.swr.de/odysso
Filmbeitrag:   www.swr.de/odysso

ZDF morgenmagazin / moma vom 25.03.2009

"Palliativmedizin lange vernachlässigt" Sterben zu Hause
www.zdf.de/ZDFmediathek

Pressemitteilung 5. März 2009
Elektronische Petition an den Bundestag ist heute gestartet:

Das Recht auf die Linderung von Schmerzen und Leid am Lebensende muss durchgesetzt werden Der Palliativmediziner und Gründer des PalliativNetzes Osthessen, Thomas Sitte, hat eine Petition an den Bundestag gestellt, die seit dem 5. März 2009 für sechs Wochen bis zum 17. April 2009 zur Zeichnung bereit steht. Der Bundestag wird aufgefordert zu beschließen, dass das Recht gesetzlich versicherter Patientinnen und Patienten auf eine spezialisierte Palliativversorgung in der Endphase des Lebens sofort umgesetzt werden muss. mehr dazu ...

Unnötige Qualen
Wie die Kassen die Palliativversorgung behindern

Monitor Sendung 29.01.2009
www.wdr.de

Fentanylnasenspray in der Palliativmedizin -

"Atemnot und Schmerz effektiv lindern"
ARS MEDICI Sonderreport vom IASP Kongress Glasgow 17.- 22.August 2008
mit freundlicher Genehmigung www.rosenfluh.ch

"Angst vor Schmerz ist unbegründet"

- Bürgerbüro berät nun auch zur Palliativmedizin ...
12.08.08 osthessen-news.de

Palliativnetz Osthessen gilt als Vorzeigemodell

Fuldaer Zeitung 26.04.08/ Volker Nies
FULDA 90 Prozent aller Menschen möchten zu Hause sterben.
Doch die meisten beenden ihr Leben im Krankenhaus...

DER DEUTSCHE SCHMERZ- UND PALLIATIVTAG 2008

19. Deutscher interdisziplinärer Schmerz- und Palliativkongress Frankfurt / Main · 06. bis 08. März 2008

PRESSEINFORMATIONEN
Atemnot und Schmerz am Lebensende effektiv lindern:
PalliativNetz Osthessen auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt
ausgezeichnet ...

PalliativNetz Osthessen 5 Jahre nasales Fentanyl: Eine Erfolgsgeschichte?
Preisverleihung

"Den Patienten in den Mittelpunkt stellen"
Veranstaltung des Palliativ Netzes Osthessen

23.08.07 - Fulda - Große Resonanz erhielt die Einladung des Palliativ Netzes Osthessen am gestrigen Mittwochnachmittag ...
www.osthessen-news.de

Japaner besuchten Palliativzentrum und Hospiz

Erstellt am 02.06.2007
Schönes aus Fulda. Dass es in Osthessen beispielhafte Netzwerke gibt, hat sich dank des Internets bis nach Japan herumgesprochen. Doch weil der Informationsgehalt von Websites uns E-Mails begrenzt ist, haben sich Mediziner, Pflege- und Versicherungsexperten aus der Stadt Hiroshima auf den Weg nach Deutschland gemacht und gestern dem Gesundheitsnetz Osthessen sowie dem PalliativnetzOsthessen einen Besuch abgestattet.
Für die 13-köpfige Delegation war die hiesige Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten von besonderem Interesse. Im Schmerz- und Palliativzentrum Fulda informierten sich die Japaner über die Aufgaben und das Zusammenwirken der verschiedenen Netzwerkpartner.
Gabriele Bleul, Geschäftsführerin GNO, stellte die Arbeit des Gesundheitsnetzes vor. Palliativmediziner Oskar Krämer-Kilper erläuterte die Aufgabenbereiche des Schmerz- und Palliativzentrums sowie die Möglichkeiten der Palliativmedizin. Auf die Entstehung und Zielsetzung des PalliativnetzesOsthessen ging Manuela Straub, Krankenschwester und Netzwerkkoordinatorin, ein. Über die Arbeit ambulanter Hospize sprach Mechthild Buchner, Koordinatorin des ambulanten Hospiz-Dienstes "Da-Sein" in Fulda.
Michaela Saam, stellvertretende Leiterin des Hospizes St. Elisabeth zu Fulda, berichtete über die stationäre Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Zur Sprache kamen auch die Schwachstellen des deutschen Gesundheitssystems wie überbordende Bürokratie oder uneinheitlich geregelte Versorgungsverträge. Nach dem mehrstündigen Gespräch am runden Tisch folgte eine Führung durch die Räumlichkeiten des erst kürzlich eingeweihten Hospizes.
"Ich denke, die Besucher haben viele Anregungen und Ideen mitgenommen", sagte Manuela Straub nach dem Gespräch. Weil es Gratulationen und eine Einladung nach Japan gab, darf man wohl davon ausgehen, dass die Gäste von der Arbeit und dem Engagement der Netzwerkpartner beeindruckt waren.
Heute wird die japanische Delegation das Klinikum Rosenheim, in dem es seit November 2005 eine so genannte Brückenstation gibt, besuchen. Auf der Station werden Patienten betreut, die ambulant nicht mehr versorgt werden können, aber keine aufwändige Diagnostik benötigen. Anfang nächster Woche endet die Studienreise der Japaner mit einem Besuch des St. Christopher's Hospice in London. Das Hospiz wurde von Cicely Saunders, der Begründerin der modernen Hospizbewegung, 1967 eröffnet.
mehr unter: www.schoene-nachrichten.de

Trubel im Gesundheitszentrum -
Zentrum für Schmerz- und Palliativmedizin eingeweiht

Erstellt am 24.3.2007
Schönes aus Fulda. Noch vor einem Jahr war das Gesundheitszentrum des Herz-Jesu-Krankenhauses (HJK) im Gerloser Weg eine Baustelle. Doch inzwischen hat sich viel getan. Ärzte und Gesundheitsdienstleister sind in den Neubau des HJK eingezogen - es wird behandelt, therapiert und beraten. Ende Januar hat das "Schmerz & Palliativ Zentrum Fulda" die fünfte Etage des Gesundheitszentrums bezogen. Heute wurde die Praxis offiziell eingeweiht.und jede Menge Gäste kamen und schauten.
Dr. Peter Fehrenbach, Dr. Axel Grimm, Dr. Joachim Kleinert, Oscar Krämer-Kilper und Thomas Sitte praktizieren nun auf insgesamt 360 Quadratmetern. Vierzehn Räume stehen den fünf Fachärzten für Anästhesie mit Schwerpunkt Schmerz- und Palliativmedizin zur Verfügung. Die Mediziner hatten zuvor eine Gemeinschaftspraxis in der Robert-Kircher-Straße. "Dort waren es nur 170 Quadratmeter und acht Räume", erinnert sich Thomas Sitte.
Im Gesundheitszentrum sind sechs Arztpraxen unterschiedlicher Fachrichtungen, ergänzende Therapieeinrichtungen wie Fußpflege und Physiotherapie, Apotheke, Sanitätshaus und Caritas Sozialstation sowie das stationäre "Hospiz St. Elisabeth zu Fulda", das voraussichtlich im April in Betrieb genommen wird, unter einem Dach vereint.
"Wir sind froh, unsere Praxis jetzt im Gesundheitszentrum zu haben und unsere Kunst weiterhin freiberuflich ausüben zu können", sagte Dr. Fehrenbach. Ziel sei es, weiterhin gut mit anderen Kollegen, Therapeuten und Krankenhäusern zu kooperieren.
Einen Kooperationsvertrag haben die Ärzte erst kürzlich mit dem Herz-Jesu-Krankenhaus geschlossen. Inhalt des Vertrages: Das Palliativnetz Osthessen, das im letzten Jahr von den fünf Medizinern gegründet wurde und seine Zentrale ebenfalls in der neuen Praxis hat, steht den Abteilungen des Krankenhauses mit einem so genannten Hospital Support Team bei der Behandlung und Pflege schwerstkranker Patienten unterstützend zur Seite.
Im PalliativnetzOsthessen sind Ärzte, Sozial- und Pflegedienste, kirchliche Einrichtungen, Physiotherapeuten, Apotheken und Sanitätshäuser organisiert. Alle Netzwerkpartner - etwa 200 an der Zahl - bringen laut Thomas Sitte viel Erfahrung in der Behandlung, Pflege und Beratung schwerstkranker Patienten mit. Das Motto der Kooperationspartner laute "Lebenshilfe bis zum Ende". Das bedeute, Patienten in den verbleibenden Tagen Mut und frohe Stunden zu schenken und dabei auch den Angehörigen zu helfen. (dh)
siehe auch: www.schoene nachrichten.de

Palliativnetz Osthessen und HJK schließen Kooperationsvertrag

Schöne Nachrichten vom 13.3.2007
Schönes aus Fulda. Das PalliativNetz Osthessen und das Herz Jesu Krankenhaus in Fulda haben gestern einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ab sofort unterstützt ein Team des Palliativnetzes sämtliche Abteilungen des Krankenhauses bei der Behandlung und Pflege schwerstkranker Patienten. Unterzeichnet wurde der Vertrag von Alexander Schmidtke, Geschäftsführer des HJK und Dr. Peter Fehrenbach sowie Thomas Sitte, zwei der fünf Gesellschafter des Palliativnetzes. Eine Zusammenarbeit dieser Art ist nach Angaben der Vertragspartner bundesweit einmalig.
Die Schaltzentrale des PalliativNetzes befindet sich im Gesundheitszentrum des HJK. Wenn die Kollegen "nebenan" Unterstützung bei der Behandlung oder Versorgung schwerstkranker Patienten brauchen, können sie das so genannte Hospital Support Team anfordern. Fünf Palliativmediziner, eine Fachkrankenschwester für Palliativpflege sowie eine speziell geschulte Arzthelferin stehen Patienten und Angehörigen in der Zeit des Krankenhausaufenthaltes und auch zu Hause mit Rat und Tat zur Seite - und das 24 Stunden am Tag.
"Das Ziel des Palliativteams ist es", so Thomas Sitte, "bei schwerkranken Patienten bzw. bei Patienten ohne Aussicht auf Heilung, für eine bestmögliche Lebensqualität zu sorgen." Dabei gehe es nicht nur um die reine Schmerzlinderung, sondern auch um die Berücksichtigung emotionaler Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen gleichermaßen. Darüber hinaus kläre das Team auch organisatorische Fragen wie häusliche Pflege oder Aufnahme in ein Hospiz. Ein Angebot, das nach dem Empfinden von HJK-Geschäftsführer Schmidtke, Versorgungsauftrag und Anspruch des Hauses in punkto Patientenorientierung optimal vereint.
siehe auch: www.schoene nachrichten.de

Palliativversorgung Schwerstkranker in der Region Fulda

hessen-video.de Montag 12.3.2007

Fulda - Der Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses, Dipl.-Kaufmann Alexander Schmidtke, und die Gesellschafter des PallitivNetzes Osthessen, vertreten durch die Fachärzte für Anästhesie- und Palliativmedizin Dr. Peter Fehrenbach, Dr. Axel Grimm, Dr. Joachim Kleinert, Oscar Krämer-Kilper sowie Thomas Sitte haben eine neue Kooperation im Bereich der palliativmedizinischen Betreuung zwischen beiden Fuldaer Einrichtungen geschlossen. Diese Form der Zusammenarbeit ist nach Auskunft des PalliativNetzes Osthessen und des Krankenhauses bislang bundesweit einmalig. Geschäftsführer Alexander Schmidtke erläuterte, dass das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda mit dieser Kooperation weiterhin seinem Auftrag in der Versorgung Schwerstkranker Rechnung trägt und die Strukturen einer patientenorientierten Ausrichtung optimiert. Der 1581 geborenen heilige Vinzenz von Paul habe sein Leben lang für Schwerstkranke, Sterbende und Bedürftige eingestanden, so Schmidtke. Diesem Auftrag, der bis in die heutige Zeit der Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul hineinwirkt, wolle man auch zukünftig Rechnungen tragen.

Zum Hintergrund der Kooperation: Derzeit sterben in Deutschland pro Jahr ungefähr 250.000 Menschen an bösartigen Erkrankungen. Während in Amerika 1960 das Aufsehen erregende Buch der Schweizer Ärztin Kübler-Ross erschien und Cicely Saunders in London 1967 das erste moderne Hospiz gründete, dauerte es in Deutschland bis 1983, ehe mit einer Kölner Palliativstation die erste Einrichtung dieser Art geschaffen wurde. Im April 1996 gab es in Deutschland 26 Palliativstationen, 30 stationäre Hospize, 6 Tageshospize, 268 Hausbetreuungs- dienste und 183 Hospizinitiativen. 539 Betten standen 1995 zur Verfügung. Inzwischen ist die Zahl derartiger Einrichtungen weiter gestiegen. Beim kurativen Therapieansatz wird das Wohlbefinden des Patienten dem Ziel, die Krankheit zu heilen (lat. curare = heilen) untergeordnet und ihm therapiebedingte Einschränkungen der Lebensqualität und zum Teil erhebliche Nebenwirkungen zugemutet.

Das oberstes Ziel in der palliativmedizinischen Versorgung Schwerstkranker sei hingegen eine möglichst hohe Funktionsfähigkeit und Lebenszufriedenheit des Patienten zu erhalten, wenn keine Heilung mehr möglich sei, so Palliativmediziner Thomas Sitte. Das Konzept sei ursprünglich für Patienten mit Tumorerkrankungen entwickelt worden, gelte aber auch für jede andere Erkrankung, die unveränderlich zum Tode führt. Der Ansatz der Palliativmedizin sei das Leben, der Tod und das Sterben würden als ein normaler Prozess angesehen, so Sitte. Der Tod soll weder beschleunigt noch hinauszögern werden. Die Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden stünden im Vordergrund, die psychischen und geistigen Bedürfnisse würden ebenfalls unterstützt. Dies in der Summe sei ein Angebot an die Betroffenen, damit das Leben der Patienten bis zum Tod so aktiv wie möglich bleiben kann. Der der Familie würde während der Erkrankung des Patienten und in der Trauerphase Unterstützung angeboten.

Aufgaben der Palliativmedizin Aufgabe der palliativen Medizin ist die umfassende Behandlung und Betreuung von allen Kranken mit chronischen Leiden, die zum Tode führen und nicht mehr geheilt werden können.

Was ist "Palliative Therapie"? Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist palliative Therapie die umfassende und aktive Behandlung von Patienten, deren Erkrankung einer kurativen Therapie nicht mehr zugänglich ist, und für die das Behandlungsziel die bestmögliche Lebensqualität für sie selbst und ihre Angehörigen ist.

Palliativmedizin schließt die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Familie vor und nach dem Tod des Patienten mit ein. Diese umfassende Betreuung der Patienten und deren Angehörigen erfordert ein multidisziplinäres Team, zu dem neben Pflegepersonal und Ärzten auch Sozialarbeiter, Psychologen, Seelsorger, Psychotherapeuten und Krankengymnasten gehören können. Die Palliativmedizin beschränkt sich dabei nicht auf die letzte Lebensphase. Viele Grundsätze der Palliativmedizin werden auch in frühen Krankheitsstadien zusammen mit der kausalen Therapie wirkungsvoll eingesetzt

Seit dem 01.01.2007 wird nun zur weiteren Optimierung der ganzheitlichen Betreuung schwerstkranker Patienten vom PalliativNetz Osthessen im Herz-Jesu-Krankenhaus diese unterstützenden Hilfestellungen für die medizinische Behandlung und bei komplexen pflegerischen Problemen von Patienten mit belastenden Beschwerden angeboten.

Ein sogenanntes Hospital Support Team des PalliativNetzes bzw. der Palliativkonsiliardienst bietet allen Abteilungen des Krankenhauses für die Bereiche Palliativ Pflege und Palliativmedizin Unterstützung bei der medizinischen, pflegerischen, seelsorgerlichen und psychosozialen Betreuung von Patienten in der letzten Lebensphase.

Die Ärzte des PalliativNetzes Osthessen teilten mit, dass es um die Begleitung in der letzten Lebensphase ginge. Wenn ein Patient, ein Familienmitglied oder auch ein Freund unheilbar erkrankt seien, wäre dies zunächst ein Schock. Viele Bereiche des Lebens seien dann betroffen und die Patienten würden mit vielen Entscheidungen und Veränderungen konfrontiert. Ihre Ärzte besprechen mit Ihnen Medizinisches, klären Sie über Therapiemöglichkeiten und Behandlungsschritte auf. Das Team des Schmerz & PalliativZentrums wisse, wie wichtig in dieser Phase darüber hinaus Gespräche über die ganz persönliche Lage, die Gefühle, Hoffnungen und Befürchtungen der Patienten im Umgang mit der Erkrankung sind. Gerade hier würde die Palliativversorgung ansetzen.

Die Palliativmediziner wiesen darauf hin, dass es sich bei der Palliativversorgung um die aktive, ganzheitliche Betreuung von Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung handelt. Die Palliativversorgung Würde die Unheilbarkeit im Krankheitsverlauf respektieren und akzeptieren und Symptomlinderung anstreben. Sie berücksichtigte den ganzen Menschen und sein Umfeld. Hierzu würde zur palliativen Betreuung eine angemessene Schmerztherapie, Ernährungsfragen, Verträglichkeit von Medikamenten, Minderung von Übelkeit und Erbrechen, emotionale Begleitung, psychosoziale Betreuung, Trauerarbeit, Supervision, individuelle Pflegemaßnahmen und vieles mehr gehören.

Dies hieße, neben der medizinischen Versorgung möchten die Palliativexperten in allen wichtigen Bereichen unterstützen und so in dieser schwierigen Situation den Patienten auffangenhelfen. Man habe habe erlebt, dass Menschen mit Hilfe der Palliativversorgung etwas ganz Besonderes aus der letzten Lebensphase machen würden - diese Phase bewusst und würdevoll gestalten.

Patienten und Angehörige könnten sich jederzeit an die Palliativmediziner wenden, wenn bei Ihnen die Diagnose einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Krankheit mit begrenzter Lebenserwartung vorliegt, wenn kurative Maßnahmen nicht mehr gewünscht würden oder diese nach Einschätzung der behandelnden Ärzte nicht mehr sinnvoll seien oder wenn eine Versorgung in gewünschter Umgebung erforderlich sei.

Einige Krankenkassen fördern die moderne Palliativversorgung, im Wissen um deren Wirksamkeit. Sie honorieren die Leistung, die diese für Menschen am Lebensende darstellt und übernehmen die Kosten dieser integrierten Versorgung in verschiedenem Umfang.

Das PalliativNetz Osthessen möchte den Patienten eine tägliche bestmögliche Lebensqualität bieten. Es findet Hilfe statt, um notwendige Entscheidungen in der Lebensendphase treffen zu können. Gemeinsam mit dem Patienten werden Behandlungskonzepte mit allen Versorgungsmöglichkeiten erarbeitet. Hierbei wird bevorzugt, dass der Patient in seiner gewünschten Umgebung verbleibt und daher die stationären Behandlungen wenn möglich reduziert wird . Es findet eine kontinuierliche Symptomkontrolle bei einem schmerzarmen und friedvollen Abschied statt. Angehörige werden unterstützt, damit Sie mit dem Patienten seinen Weg gehen können und selbst lernen, mit der Situation zu leben. Die Betreuung und Hilfestellung findet mit Hilfe der Partner jederzeit 24 Stunden täglich statt.

Konkret sieht dies im Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda so aus, dass das Team des Hospital Support Dienstes einen Erstbesuch des Patienten auf Anforderung und nach Rücksprache mit dem Krankenhausarzt durchführt. Die betreuten Patienten werden regelmäßig im weiteren Verlauf besucht und das weitere Vorgehen dann jeweils mit dem behandelnden Team abgestimmt. Jeweils unmittelbar vor und nach den Wochenenden ( Montag und Freitag ) werden alle betreuten Patienten besucht. Diese Besuche dienen der Vor- und Nachbesprechung des Wochenendes. Die einzelnen Therapieangebote richtigen sich grundsätzlich nach dem Bedarf des Patienten, seiner Angehörigen und / oder des behandelnden Arztes.

Das Team unterstützt die Ermittlung der Voraussetzung für die Übernahme auf eine Palliativstation oder in ein Hospiz und ist bei der Hilfestellung zur Organisation der häuslichen Betreuung ansprechbar.

Die zuständigen Abteilungsärzte im Herz-Jesu-Krankenhaus können im Rahmen einer konsiliarischen Anforderung diese wertvolle Unterstützung der Palliativmediziner erhalten.

Dem Team des PalliativNetzes Osthessen stehen 5 Mediziner, eine Fachkrankenschwester für Palliativpflege sowie eine fachweitergebildete Arzthelferin mit einer Palliativausbildung für Arztpraxen zur Verfügung.

siehe auch: www.hessen-video.de

 

Pressemitteilung: Schöne Nachrichten Fulda 30.11.2006

"Wir-Gefühl" und viel Anerkennung-PalliativNetz Osthessen ein Erfolgsmodell.

Schönes aus Fulda. Seit Anfang Oktober gibt es das PalliativNetz Osthessen. Krankenhäuser, Pflegedienste, Haus- und Fachärzte, Seelsorger, Sozialarbeiter und Physiotherapie arbeiten seitdem Hand in Hand zusammen. Ihr gemeinsame Ziel: schwerkranke Patienten ohne Aussicht auf Heilung medizinisch optimal zu versorgen. Weil das Netz mit einigen Krankenkassen Verträge schließen konnte, die eine Vergütung der gesamten Behandlung über eine Tagespauschale garantieren, kann dieser Anspruch auch erfüllt werden. Pflege im Minutentakt ist damit passè. Und die Erfahrungen, die Initiatoren und Netzwerkpartner in den ersten Wochen machen konnten, waren überwältigend.

So überwältigend wie die Resonanz auf die Einladung zum gemeinsamen Gedankenaustausch und besseren Kennen lernen der beteiligten Partner am vergangenen Dienstag. Mit 30 Teilnehmern hatte Palliativ Care Schwester Manuela Straub gerechnet. Weit über 100 waren zum Kloster Frauenberg gekommen. Darunter zahlreiche Mediziner der Fachgebiete Onkologie und Innere Medizin aus dem Klinikum Fulda und dem Herz-Jesu Krankenhaus sowie Pflegekräfte beider Häuser und ambulanter Pflegedienste.

Die Zwischenbilanz von Michaela Straub und Thomas Sitte, Anästhesist, Palliativmediziner und einer der Initiatoren des Netzwerkes fällt durchweg positiv aus: „Die Hilfsbereitschaft und der gute Wille aller Beteiligten waren eindrucksvoll. Die Zufriedenheit bei Patienten und Angehörigen ist enorm. Und auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist hoch. Endlich merken alle wieder, was Teamarbeit wert ist und dass die Arbeit des Einzelnen wert geschätzt wird.“

Behandelt und betreut werden Krebspatienten, Menschen mit Herz- oder Lungenkrankheiten, aber auch Menschen mit schwerer Demenz. „Lebenshilfe bis zum Ende“, lautet das Motto der Kooperationspartner. Ihren Patienten in den verbleibenden Tagen Mut und frohe Stunden schenken zu können, dabei auch den Angehörigen zu helfen und nicht mehr genau auf die Uhr schauen zu müssen, dass ist es „was den Funken überspringen lässt und unter den Netzwerkpartnern ein „Wir-Gefühl schafft“, weiß Manuela Straub.

Einziger Wermutstropfen: Obwohl das Netzwerk das Potenzial hat weit mehr als die aktuellen sieben Patienten zu behandeln und zu betreuen, müssen manche Kranke mit der reinen Schmerztherapie Vorlieb nehmen und dürfen auf eine optimale Palliativversorgung lediglich hoffen. Der Grund: Bislang haben 19 Betriebkrankenkassen den Vertrag mit dem Netzwerk geschlossen, Verhandlungen mit der Techniker Krankenkassen laufen. Versicherte anderer Kassen haben zurzeit leider das Nachsehen.

siehe auch: www.schoene nachrichten.de

© PalliativNetz Osthessen
Stand 01.11.09