Schmerz & PalliativZentrum Fulda

Palliativpflege zu Hause

 

"Die Pflege erleichtern"
PalliativnetzOsthessen startet Serie

Erstellt am 2.5.2007

Schönes aus Fulda. Manuela Straub und Thomas Sitte gehören dem PalliativnetzOsthessen an. Sie ist Krankenschwester mit der Zusatzausbildung Palliativ Care, er ist Palliativmediziner und Anästhesist. Beide hatten die Idee, eine Serie zu initiieren. Das Thema: Palliativ Care.

"Es gibt so viele kleine Dinge, mit denen man schwerstkranken und sterbenden Patienten helfen und den Angehörigen die Pflege deutlich erleichtern kann", sagen beide. Ein trauriges Thema, aber ein schöner Ansatz, denkt die Redaktion und startet heute mit der ersten Folge der 27-teiligen Serie. Bis November werden immer mittwochs verschiedene Themen von der Schmerzlinderung über emotionale Bedürfnisse der Patienten bis hin zum Umgang mit Tod und Trauer behandelt - wertvolle Tipps eingeschlossen.

"In unserer täglichen Arbeit erleben wir immer wieder Hilflosigkeit und Unsicherheit, wenn feststeht, dass keine Aussicht auf Heilung mehr besteht", sagt Thomas Sitte. Es stehen viele Fragen im Raum. Wie viel Zeit haben wir noch gemeinsam? Wird er oder sie Schmerzen haben und lange leiden müssen? Sind wir überhaupt in der Lage, die Pflege bis zum Ende zu leisten?

"Wir sind da, um die Fragen zu beantworten und so viel Hilfestellung zu geben, wie nur irgend möglich", sagt Manuela Straub. Die gelernte Krankenschwester pflegt Patienten, schult Angehörige und koordiniert mehr als 200 Mitglieder des Netzwerkes, dem neben Ärzten und Therapeuten auch Sozial- und Pflegedienste, kirchliche Einrichtungen, Apotheken und Sanitätshäuser angehören.

"Palliativmedizin bedeutet, Leiden zu lindern, ein Sterben in Würde zu ermöglichen und den Willen des Patienten zu respektieren", erklärt Thomas Sitte. Er weiß, dass eigentlich alle Patienten den Wunsch haben, in der vertrauten Umgebung sterben zu dürfen. Doch die Realität sieht anders aus.

"Sieben von zehn Patienten sterben im Krankenhaus oder im Pflegeheim." Diese Zahlen sollen sich laut Sitte bald ändern. Mit einer ganzheitlichen, individuell auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittenen Betreuung will das PalliativnetzOsthessen sein Ziel erreichen.

Wer Fragen hat, kann sich an das Schmerz & PalliativZentrum Fulda unter Telefon 0661 - 9 01 50 16 wenden oder findet weitere Informationen im Internet unter www.palliativnetz-osthessen.de (dh)

www.schoene-nachrichten.de

  Aktuelle Serie:
31.10.07 Palliative Chemotherapie

24.10.07 Palliative Bestrahlungen
17.10.07 Palliative Operationen
10.10.07 Was ist Palliativ Care?
03.10.07 Was ist Palliativtherapie?
26.09.07 Umgang mit Trauer
19.09.07 Der Schmerz des Abschieds
12.09.07 Therapiebeschränkung
08.09.07 Hilfsmittel
29.08.07 Lymphdrainage
22.08.07 Basale Stimulation
15.08.07 Düfte/ätherische Öle
08.08.07 Juckreiz
01.08.07 Verstopfung
25.07.07 unangenehme Wunden
18.07.07 Durst
11.07.07 Hunger
04.07.07 Müdigkeit
27.06.07 Schwäche
20.06.07 Unruhe
13.06.07 Ängste
06.06.07 Atemnot
30.05.07 Wundliegen und Hautpflege
23.05.07 Mundpflege & Hilfe bei Durstgefühl
16.05.07 Die richtige Lagerung
09.05.07 Durchbruchschmerzen
02.05.07 Schmerzlinderung


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© PalliativNetz Osthessen
Stand 01.11.09