Düfte / ätherische Öle

Mit dem Einsatz ätherischer Öle können wir Symptome wie Unruhe, Übelkeit, Angst, Schlaflosigkeit, Schmerzen u. v. m. lindern und so das Wohlbefinden der Patienten fördern. Die ätherischen Öle werden über Mund und Nase eingeatmet oder gelangen über die Haut in den Blutkreislauf. Je nach Substanz können sie entspannend, angst-, krampf- oder schleimlösend wirken. Die Öle setzen wir zur Aromatisierung der Räume, für Waschungen, Wickel, Auflagen, Massagen oder Einreibungen ein. Diese Maßnahmen sind eine besondere Form von Zuwendung. Balsam für Leib und Seele, der für Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige eine Wohltat sein kann. Denn wer freut sich nicht über eine Einreibung mit einem wohlriechenden Öl oder über einen liebevoll angelegten Bauchwickel – über Nähe und Zuwendung in dieser schweren Zeit? Ohne viele Worte - gerade wenn manchmal die Worte fehlen oder die Kraft nicht reicht – kommt man über die Berührung miteinander in Kontakt bzw. ins Gespräch. Diese tröstende Nähe und die gemeinsam verbrachte Zeit werden von Patienten und Angehörigen als sehr “heilsam” empfunden. Denn es handelt sich um kleine Zeichen der Hoffnung und Wertschätzung - die dem Tag mehr Leben geben. Manche Erkrankungen bringen auch Wunden mit sich, die einen unangenehmen Geruch absondern. Die Patienten sind dann zusätzlich sehr mit Scham und Angst belastet. Zu der Tatsache, sich selber manchmal nicht mehr riechen zu können, kommt noch die Angst hinzu, gemieden zu werden. Hier kann man mit speziell palliativ-pflegerischen Maßnahmen z.B. in der Wundversorgung, aber auch mit dem Einsatz ätherischer Öle Leiden lindern. ms