Durchbruchschmerzen
Durchbruchschmerzen entstehen durch Bewegungen oder Pflegemaßnahmen. Sie sind plötzlich und von kurzer Dauer und werden immer extra behandelt. Dazu sollte ein schnell wirksames Opioid („Morphium“) griffbereit am Bett sein.
Am Einfachsten, Schnellsten und Sichersten wirkt das nasale Fentanyl (naF). Damit lassen Schmerzen schon nach ein bis zwei Minuten nach. naF ist wegen der schnellen und kurzen Wirkung besser als Morphin. Angehörige und Patienten können es leicht anwenden. Alleine durch unser Spray können die meisten unerwünschten Einweisungen am Lebensende vermieden werden. Der Apotheker kann es auf Anordnung herstellen. Seit 2009 gibt es auch ähnliche Medikamente industriell hergestellt.Spritzen in die Vene bringen ebenfalls schnell Linderung. Wenn ein Infusionsschlauch liegt, darf auch ein Angehöriger das Medikament spritzen. Spritzen in den Muskel werden heute nicht mehr empfohlen. Der „Schmerzlutscher“ wirkt nach 15 bis 30 Minuten. Dabei geht das Medikament durch die Mundschleimhaut ins Blut; nicht durch den Magen, deshalb sollte es nicht verschluckt werden. Dann wirkt es schlechter. Zäpfchen wirken zwar ebenfalls schnell, werden aber oft als unangenehm und umständlich empfunden. Die Wirkung von Tropfen und Tabletten setzt in der Regel nach einer halben bis einer Stunde ein.
Unsere Empfehlung: Wenn man weiß, dass es gleich wehtun wird, sollte man die Medikamente rechtzeitig und vorbeugend einnehmen. Wenn das Medikament nicht richtig wirkt, sprechen Sie umgehend mit dem Arzt. Er kann entscheiden, ob und wie die Dosis erhöht werden soll. Bitten Sie den Arzt, die Anweisungen gut lesbar zu notieren, damit niemand unsicher wird.
Ganz wichtig: sind die Medikamente gegen Durchbruchschmerzen oft nötig, muss die Basismedikation überdacht werden.
ts