Lymphdrainage, Streicheleinheit und ein bisschen mehr…
Das Lymphsystem ist eine Art Müllabfuhr im Körper. Es ist wichtig bei der Entschlackung, Entgiftung und Infektabwehr. Oft müssen die Lymphgefäße bei Operationen durchschnitten werden. Dann kommt es zu Stauungen. Auch Krebsgeschwülste können die Lymphe stauen.
Die manuelle Lymphdrainage ist eine neuere Behandlungsform. Dazu gibt es eine besondere Ausbildung. Geschwollene Körperteile werden entstaut. Der Therapeut transportiert durch leichte, kreisförmige Griffe die Flüssigkeit in die Bereiche zu fließen zu lassen, in denen der Abtransport noch funktioniert. Bleibt das gestaute Eiweiß im Gewebe, kann es steinhart werden und so Gefäße und Nerven abdrücken, Schmerzen entstehen. Beine, Arme oder Rumpf werden schwer wie Blei. Bettlägerigen Patienten können sich durch diese Lymphödeme leichter wund liegen.
Die manuelle Lymphdrainage ist die einzige Behandlung beim Lymphstau, es gibt keine Alternative. Bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen (Stauungen) wird diese Therapie mit Kompressionsverbänden, Hautpflege und spezieller Bewegungstherapie kombiniert.
Der Patient empfindet die sanften, rhythmischen Bewegungen als angenehm entspannend, schmerzlindernd, wohltuend und beruhigend. Schmerzmittelgaben können verringert werden. Die eigene Abwehr wird angeregt, der Körper entwässert und entgiftet. Es ist nachgewiesen das Lymphgefäße 6-8 Stunden danach noch verstärkt Flüssigkeit abtransportieren.
Auch ich als Behandler profitiere von dieser Behandlungsform. Inspiriert durch die fließenden, rhythmisch beruhigenden Bewegungen entspanne ich mich mit und komme in dieser angenehmen Behandlungsatmosphäre mit dem Patienten in ein intensives Gespräch das dem Patienten und mir hilft.
mwh